Schlagwort: weinerei
Die aktuelle Folge von Sixtus vs Lobo spielt clever mit dem Zukunftspessimismus. Bei dem Clip wird natürlich die Debatte rund um das Internet mit seinen Möglichkeiten und Strömungen parodiert. Dass das alles nicht so weit her geholt ist zeigt ein Plakat aktuell an der Tür der Weinerei Nürnberg, die Kopie eines Flugblattes von 1929, dass gegen den Tonfilm wettert und gleichzeitig Werbung für die anstehenden Stummfilmabende macht. Es wirkt authentisch und wurde hier von mir dezent auf letztes Jahrhundert gefiltert:
Natürlich wiederholt sich Geschichte pausenlos, nur immer in anderen Kleidern. Die Menschen ändern sich ja nicht. Man tut sich leichter mit Fortschritt wenn man merkt, welche bekannten Muster verwendet werden.
Update:
Das Originalplakat stammt von hier.
11. November 2009
Die Weinerei portraitiert sich in der aktuellen Ausstellung selber bzw. Mitglieder des Vereins die sich zu dieser Aktion bereit erklärt haben, acht an der Zahl. Die Namen kamen in einen Topf, jeder durfte mal ziehen und dann der Kreativität freien lauf lassen um den Zufallspartner in irgendeiner Form zu portraitieren. Rausgekommen sind Fotos, Bastelarbeiten, Malerei und Musik.
Nicht dass sich der Sugar Ray drum gerissen hätte, aber er musste nun kurzfristig doch ran und als Vertretung einspringen und innerhalb von zwei Tagen etwas anfertigen.
Rausgekommen ist eine Fotostory über ein noch recht junges Mitglied und die abermalige Erkenntnis, dass ein Nachmittag auf der Couch bei ihr die unterschiedlichsten Wendungen nehmen kann.
Vernissage der Ausstellung “8 – Die Weinerei portraitiert sich” ist heute Abend. Die Werke sind den ganzen August lang in der Weinerei zu sehen.
6. August 2009
Diese Worte stammen wohl im Original von Iggy Popp.
22. Februar 2009
Als aktiver Teil der Weinerei halte ich mich hier etwas zurück mit Hymnen über diesen einzigartigen Ort. Eigenlob stinkt ja bekanntlich.
Nun war es aber so, dass am gestrigen Sonntagabend der Begriff Lesung quasi neu definiert wurde. Es wurde, nicht wie sonst in auf den Autorenbühnen dieser Welt, monoton gelesen bis auch die letzen Augenlieder zu sacken beginnen, nein. Es der Abend war aktiv, ja fast interaktiv. Das absurd groteske Buch „Die Reise nach Petuschki“ war Grundlage des Abends bzw. der Vortrag einzelner Kapitel daraus und zwar jeweils in der Originalsprache Russisch und in der deutschen Übersetzung. Selbst wenn man der Russischen Sprache nicht mächtig war, könnte man dem tollen Klang der Stimme von Antonia Levkina lauschen. Wer die Gags dann auch verstehen wollte (es musste ja welche gegeben haben, sonst hätten die russischsprachigen nicht eben noch gelacht) wartete gespannt auf die deutsche Übersetzung. Und die lohnte sich auch, so charmant und gefühlvoll vorgetragen, authentisch mit Wein und Wodka* in der Hand, von Natalie Keller.

In dem Buch geht es ja über nichts anderes als den andauernden Suff auf einer Zugfahrt und die ab- und ausschweifenden Gedankengänge dazu und die Poesie dabei. Das aktive Element des Abends waren die hörspielartigen Zuggeräusche, die eingespielt wurden, die Bilder und Videos von Fanseiten wie petuschki.net oder die Grafiken und Diagramme (zur Erläuterung Verschiedener Sufftypen), die dem Buch entnommen wurden und an die Wand projiziert wurden. Wodka wurde den Gästen zum Nachfühlen der Geschichte gereicht und natürlich war der ganze Raum, wie in der Weinerei üblich, eins, ohne Burggraben zwischen Publikum und Vortragenden.
Ganz toll gemacht Mädels! Ich bin stolz und danke auch an den Sprachkrach der auch tatkräftig nicht nur mit Wodka zur Seite stand.
*es war nur Wasser in der Flasche auf dem Tisch der Vortragenden. Nur zur Info für die, die sich immer noch wundern was die beiden so vertragen können.
1. Dezember 2008

Fortfahren 4. Dezember 2007
Nachdem unsere erste aus.lese in meinem externen Wohnzimmer ja ein (ich will nicht mit Superlativen um mich werfen) sehr schöner Abend war, möchte ich hiermit den Nachfolger bewerben. Am Donnerstag 22.11. gehts weiter mit viel frischem Textgut – auch aus der fränkischen Blogszene – und Livemusik. Der Sugar Ray kümmert sich während der Performance um den Wein, das ist nämlich eine schöne Aufgabe. Mehr Infos hier oder hier. Bitte zahlreich erscheinen, sonst ist das Gejammer was verpasst zu haben wieder groß.
19. November 2007