Schlagwort: bier

Nürnberg Erfahrungsaustausch mit Peter Parkster

Lesen und schreiben ist definitiv schwer angesagt. Überall im Dunstkreis wimmelt es vor Autoren, Poeten, Lyrikern, Lesungen, Poetry Slams usw. “Wohin mit dem ganzen Worten im Kopf?” scheint sich so mancher zu denken und stellt sich dann einfach mal auf eine Bühne und vor Publikum. Das gibt Recht und Erfolg, wie auch Peter Parkster weiss.

Name/Pseudonym: Peter Parkster (jeweils halb/halb Name und Pseudonym)
Alter: 28
Beschäftigung: Arbeiten, Schreiben, Vor(lesen)
URL: www.parkster.de

Warum Nürnberg?
Vor vier Jahren hat es mich nun aus dem Südwesten der Republik nach Nürnberg verschlagen und ich finde die Stadt einfach klasse. Hat alle Vorteile einer Großstadt und ist übersichtlich wie eine Kleinstadt, einfach toll!

Ist Nürnberg schön?
Mir gefällt die Stadt wegen der Vorteile, die ich genannt habe. Und weil meine Freundin hier wohnt.

Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Sagen dass Fürth schöner ist (ist es nicht!), sagen, dass “Easy Credit Stadion” gut klingt (tut es nicht) und sagen, dass man alkoholfreies Bier mag (mag man nicht!)

Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Im Krakauer-Turm was essen (Salat Danzig), im Sommer auf der Wöhrder Wiese bolzen, im Tierpark Tiere gucken, in die Weinerei gehen, wenn aus.Lese ist.

Nur Nürnberg hat?
Mich. Außerdem die Weinerei (aus.lese!!!), Flocke und das unfreundlichste Burger King-Personal außerhalb der USA.

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Nürnberg Erfahrungsaustausch mit Stilhäschen

Natürlich darf eine Portion fränkischer Positivismus und die Stimme für die Partei der Biertrinker nicht fehlen, hier vertreten durch das Stilhäschen:

Name/Pseudonym: Stilhäschen
Alter: 31
Beschäftigung: Ja. Mit Zeug, Design und Geschwalle.
URL: http://www.stilhaeschen.de

Warum Nürnberg?
Schiggsahl, keinesfalls Heimweh. Ich hätt’ lieber Hamburg oder Köln genommen, zur Not sogar Berlin. Aber um mich geworben hat eben nur Nürnberg – wenn man das mal in diese Kiste übertragen will: der Kindergartenkumpel. Die hippen Kerle mit den schicken Schlitten wollten ja nicht. Und jetzt kann ich sagen: das war das Beste, was mir passieren konnte. Ehrlich, treu und mit unschlagbarem Humor. Und dem mit Abstand bestmöglichen Bier im Keller.

Ist Nürnberg schön?
Nicht schöner als andere Städte, aber auch nicht hässlicher. Und die besten Momente hat man sicher nicht an klassischen Touri-Orten. Schön isses ja überall da, wo man sich trotz oder wegen aller Hässlichkeit zuhause fühlt.

Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Zuhören, wenn Marcharedd Mülllller (dieses rausgekotze L! Als ob Lippen und Zunge von Wespenvölkern bestochen worden wären!) ihre Blagen Beedra-Mischellll und Lllugga-Lllluhsjöö ruft. Das schlägt alle verdreckten Hinterhöfe, das muss ich zugeben.

Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Bier trinken, z.B. in der Altstadtbrauerei. Und Schäufala essen, z.B. in den Albrecht-Dürer-Stuben. Bei mehr als zwei Tagen Zeit unbedingt mal raus in die Fränkische, am besten mit dem Zug – wecher denne Brauereien, ist klar.

Nur Nürnberg hat…
Uff. Ich sag’ ja gern: Nürnberg ist das neue Berlin. Und Fürth ist Ostberlin, und das meine ich jetzt gar nicht abfällig. Ihr werdet alle noch an mich denken, Ihr Hipster.

3 Kommentare 24. August 2007

horch a mol…

Um zu lernen, wie der Mensch an sich hier im Frankenland so tickt, ist irgendwann Wissen über die Mundart, den Dialekt, ganz hilfreich. Ich habe ja schon so manches Mal richtig doof geguckt und mit Unverständnis auf so manche Kommunikationsversuche insbesondere der Grattler hier reagiert. Ich habe Vermutungen über die Hintergründe der “Mindsets” der Einheimischen entwickelt, aber so richtig greifbar wurde es erst jetzt durch einen 15 Minütigen Fränkisch-Chrashkurs der Deutschen Welle: Frängisch beim Schobbe, von Erdäpfeln und Erdbirnen.

Mein Resume: wie zu erwarten alles sehr bäuerlich, bodenständig und es dreht sich kleinbürgerlich zu viel um den Alkohol. Man grenzt sehr gerne ab, sei es von Bayern oder vom nächsten Dorf. Alles was anders ist, ist nicht erwünscht. Man unterscheidet lustigerweise zwischen Bierfranken und Weinfranken, wobei der Weinfranke eher der geselligere und gemütlichere Typ ist (auch meine Erfahrung!), und der Bierfranke eher etwas “langsamer und schwerer” ist. Bier- und Weinfranken sind dann auch regional etwas unterschiedlich verteilt. So um Nürnberg rum regiert der Bierfranke. Die weltweit höchste Brauereidichte legt diese Vermutung nahe. Das erklärt auch die streckenweise arg mumpfige Mentalität hier und das dazu passende Aussehen der Stadt. Die Weinfranken sind nördlicher angesiedelt und wie durch ein Wunder sind die Landstriche dort auch spürbar offenherziger.

Und die Moral von der Geschichte: ich hätte mich besser informieren sollen, wo ich hinziehe…

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Weitere deutsche Dialekte gibts im Dialektatlas

13 Kommentare 8. Mai 2007


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