schon wieder kein schillerndes Nürnberg
10. März 2008 Sugar Ray Banister
Dieses Blog hier ist ja nicht zum Spass. In Nürnberg stösst man einfach auf ein kommunikatives und ästhetisches Problem. Und auch wenn man sich nach ein paar Tagen der Abwesenheit, nach dem Schock der Rückkehr, wieder etwas eingelebt hat und doch alles nicht so schlimm ist, so wird man immer wieder auf diesen Umstand gestossen. Sei es der Erfahrungsaustausch beim Weinchen, oder Dinge wie die Roland-Berger-Studie der FAZ.
Dass man mit Nürnberg nicht gerade Selbstbewusstsein, Offenheit und das pulsierende Leben aussoziiert wundert mich einfach nicht. Keiner repräsentiert das übrigens besser als die hiesige Kulturreferentin. München ist da schon eher auf der höhe der Zeit und rechtfertigt seinen Stand in etwa. Warum allerdings Leipzig hinten sein soll ist sehr fragwürdig. Wenn es eine blubbernde Boheme gibt, dann dort. Nagut, Kohle hat man dort nicht, aber das hat doch Kreativität noch nie gestört.
[via Vip-Raum]
Abgelegt unter: genereller Output
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7 Kommentare
1.
stilhäschen | 10. März 2008 um 22:39
Ja nee, is klar. Dann soll doch bitte, wer auf Sportfreunde Stiller steht, nach München gehen und hier nicht rummaulen.
Ist doch wahr.
2.
stilhäschen | 10. März 2008 um 22:41
(Wäre vermutlich für alle besser. Auch für die Sportfreunde. Dann mag sie wieder jemand.)
3.
Sugar Ray Banister | 10. März 2008 um 22:58
… aber vorher gibts hier noch die Kulturrevolution!
4.
Carsten | 11. März 2008 um 07:58
@stilhaeschen: Es bleibt dabei, Franken können einfach nicht mit Kritik umgehen.
5.
stilhäschen | 11. März 2008 um 11:10
@ Carsten: Ach so, das war Kritik. Die verwechsel ich immermit unkonstruktiver Stänkerei. Tut mir leid und ich nehm’s auf mich allein, damit hier das Pauschalisieren aufhört.
6.
Rationalstürmer | 12. März 2008 um 23:16
Zum Glück bin ich sozusagen kein echter Franke und laufe ergo nicht unmittelbar Gefahr, mich a) angepisst fühlen und b) von irgendeinem dahergelaufenen Pauschalbrunzerle des reflexhaften Nicht-mit-Kritik-umgehen-Könnens zeihen lassen zu müssen.
Weiterhin ergeben sich für mich aus der, horribile dictu, Qualität der Quellen FAZ und Rolandberger nicht ohne gewissen Verlaub zwei Schlüsse: 1. Für mich ist es schlicht irrelevant, welche verquasten Antworten irgendwelche sogenannten Kreativen
reaktionärekonservativen Kaffeehausfeuilletonisten und Controllerboys über Nürnberg gegeben haben. Und 2. kann man ja jederzeit von hier wegziehen.7.
Sugar Ray Banister | 13. März 2008 um 12:50
Ehrlichgesagt würde mich auch eher Meinungen von z.B. Historikern interessieren, Meinungen von Leuten die die letzen 500 Jahre von gewachsenen Strukturen beleuchten können. Geschichten von Zuwanderung, Abwanderung, Reichtum und Armut, Krieg und Frieden wirken eher auf die Mentalität als die Anzahl der gerade hier lebenden Kreativen und Studenten (ob nun in Partnerschaft oder nicht).
Matze hat im VIP-Raum dazu einen sehr interessanten Kommentar abgegeben.
Am Ende ist dies aber nur der Versuch eine Erklärung für ein Gefühl zufinden, welches immer wieder aufkommt und auch thematisiert wird, dass man aber nicht so richtig greifen kann. Irgendwas tut halt weh, aber keiner weiss wos her kommt. Weglaufen hilft ja auch nicht, am Ende kommt der Schmerz noch mit (München ist auch hässlich).
Das ganze zu verstehen ist wohl der beste Ansatz. Ich inhaliere mit Interesse jede Reaktion auf dieses kontroverse Thema.