Finstere Zeiten
3. September 2008 Sugar Ray Banister
Eigentlich sollte man denken, dass diese Stadt so aus dem Gröbsten raus ist. Industrialisierung und Arbeitercharme versucht man zu vergessen, Kriegsschäden findet man eigentlich nur, wenn man ein Auge dafür hat (dann aber genug!), Baubrachen verschwinden auch langsam (sehr langsam), aber zufrieden ist man einfach lange noch nicht. Wer dachte der Sugar Ray ist der einzige der was zu jammern hat (da versucht sich eine Stadt zu entwickeln, scheitert aber schlicht an mangelndem Geschick), der irrt.
Die beiden Topthemen der letzen Wochen könnten gegensätzlicher nicht sein: Die Kneipenszene und damit das junge bunte Leben sieht sich gerade der totalen Ausrottung ausgesetzt (Thema Sperrzeiten, Statements von Kneipen hier oder hier), und im Gegenzug sieht sich die Fraktion der eingefleischten Hardcorefranken erniedrigt und unterdrückt, solange man ein Teil von Bayern ist und Fürth nicht vernichtet wurde (letzteres ist reine Interpretation aber weit hergeholt ist dieses Ziel sicher nicht).
Beide Themen sind von außen betrachtet lächerlich, sorgen aber hier in der Gegend für ordentlich Bewegung und Diskussionsstoff. Wenn man keine Probleme hat, macht man sich einfach selber welche, gell Nürnberg?
Update: Stirbt die Kneipenkultur? Blubbernde Diskussion plus sehr eindeutigem Antiordnungsamtvoting bei der NZ.
Abgelegt unter: genereller Output
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3 Kommentare Hinterlasse einen Kommentar
1. Gegen das Aussterben der &hellip | 4. September 2008 um 14:15
[...] Gegen das Aussterben der Nürnberger Barkultur Veröffentlicht in 4. September 2008 von anouphagos Wer gegen die repressive Politik der Stadt gegen Kulturstätten seine Stimme erheben will, soll das tun. Meh dazu bei Sugar Ray. [...]
2.
Mattes | 9. September 2008 um 17:42
Intressanter Text, gefällt mir gut. LG Mattes.
3.
Sugar Ray Banister | 9. September 2008 um 20:12
@Mattes: ja, kommt da jetzt noch was?
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